GESTENS Theologische Fakultät
 
 
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Liste der Unterrichtseinheit
Detail der Unterrichtseinheit
Departement Moraltheologie und Ethik
Studienbereich Theologische Fakultät
Studiengebiet Moraltheologie und Ethik
Code T041.0333  
Titel Religionsgeschichte/Interreligiöser Dialog. Hauptthemen des Korans - Koranische Erzählungen in der modernen Koranwissenschaft und in klassischer Koranexegese. Seminar.
Semester HS 2016
Zeit Detail Beschreibung Dokumentation
Sprache DE
Zutritt
Soft Skills ausserhalb des Bereichs Freie Hörer
Beschreibung

Seit Beginn der westlichen Islamforschung geniesst der Koran eine besondere Aufmerksamkeit. Lange wurde diskutiert, ob der Koran etwas Originelles beinhalte oder nur eine "Kopie" der Bibel in leicht veränderter Form sei. Während die einen die Erzählungen aus dem Koran als uninspirierte Übernahme der biblisch bekannten Geschichten werteten, stand die anderen dem Koran Eigenständigkeit und Originalität zu und konzentrierten sich darauf, die Parallelen zu den Heiligen Texten im Christentum und Judentum zu erforschen. Dabei wurden unterschiedliche methodische Verfahren wie etwa die Anwendung der traditionell-islamischen Koranexegese bis hin zur historisch-kritischen Methode angewandt. Einen Anspruch auf einen innovativen Ansatz erhebt Angelika Neuwirth, die den Koran als "Text der Spätantike" betrachtet und ihn infolgedessen als "europäischen Text" einordnet. In ihrem Ansatz unternimmt sie den Versuch, den Koran anhand seiner Chronologie –
die sie anhand literaturwissenschaftlicher Massstäbe erstellt – zu kommentieren. Worin unterscheiden sich die erwähnten Ansätze? Wie wirken sich diese auf die Kommentierung und Auslegung koranischer Aussagen aus? Welche Implikationen haben diese Ansätze für die Entwicklung der islamischen Studien? Inwiefern beeinflussen diese Ansätze die Wahrnehmung des Korans?

 
Literaturangaben

Neuwirth, Angelika. Der Koran als Text der Spätantike: ein europäischer Zugang. Berlin: Verlag der Weltreligionen, 2011.

McAuliffe, Jane Dammen (Hg.). Encyclopaedia of the Qur'ân (EQ). Leiden, Brill: 2001-2006.